ISS-Spectaris Service-Tagung: "Service Champions im Fokus"

Wer über den Tellerrand seiner Branche schaut – lernt, was woanders geht... warum nicht auch bei mir? Diese Service-Tagung ist brachenübergreifend!

Herzlich Willkommen!

Die Service-Tagung für die Mitglieder von SPECTARIS, des Hightech-Verbandes der Deutschen Industrie, und ISS Kunden, wird seit 2007 jährlich von der ISS International Business School of Service Management durchgeführt.

Der Tagungsort ist jeweils ein Nicht-Mitgliedsunternehmen und die Referenten kommen aus unterschiedlichen Branchen. So wird ein branchenübergreifender Austausch gefördert, mit dem Ziel, Ideen „von außen“ zu erhalten. Mit diesem Ansatz führen auch die Gastgeber die Veranstaltungen durch, erhalten Impulse als Referenten wie auch Teilnehmer.

Zu folgenden Service-Tagungen sind nachstehend Ergebnisse dargestellt:

  • 2020 - "Mit Smart Services das Business treiben" bei ABP, Virtual Classroom
  • 2019 - "Servitization - ein neues Geschäftsmodell setzt sich durch" bei Bizerba, Balingen
  • 2018 – "Digitale Vernetzung mit Kunden und Partnern" bei RATIONAL AG
  • 2017 – "So geht Digitalisierung!" bei Arvato
  • 2016 – "Service Excellence – mehr als die gute Ausführung einer Dienstleistung" bei Philips GmbH Market DACH

Teilnehmer erhalten ergänzende Informationen im Bereich My ISS.

Zu früheren Service-Tagungen finden Sie unten einen Überblick. Möchten Sie mehr Informationen? Sprechen Sie uns an!

Mit Smart Services das Business treiben

ABP Induction
2020

Lösungen kundenfokussiert entwickeln und vermarkten

Die Zukunft von Unternehmen sind Smart Services – und die Zukunft ist heute, sie hat längst begonnen. Das wurde jetzt auf der Spectaris Service-Tagung im März 2020 wieder bestätigt!

Was der Industrieverband Spectaris und die ISS International Business School of Service Management mit ihrer Veranstaltungsreihe „Intelligenter Service als Umsatz- und Ergebnisgenerator“  auf den jährlichen Service-Tagungen bei SEW, Testo, Philips, Arvato, Rational und Bizerba in den letzten Jahren gezeigt und diskutiert haben, wurde dieses Jahr ganz elementar in die Praxis umgesetzt.

Gastgeber 2020 war die ABP Induction in Dortmund. Doch halt, nicht Dortmund: Die Tagung fand in komplett virtueller Umgebung statt. Treffpunkt diesmal: „in einem Smart Service“.  Treffpunkt war ein neues Angebot unseres Gastgebers, der ABP Virtual Classroom.

Diesmal haben die Teilnehmer also über inhaltliche Learnings zur Entwicklung von Smart Services aus 5 Referaten auch den ganz praktischen Umgang mit einer „smarten Lernplattform“ erlebt – lernen auf zwei Ebenen sozusagen.

Nachstehend geben wir Einblick in die Inhalte der Service-Tagung 2020 und damit in ein erneutes Beispiel in dem Digitalisierung Booster, Beschleuniger des Servitization Prozesses von Unternehmen ist.

COVID-19 – … und, ja, der Weg in die virtuelle Welt war nicht ganz freiwillig! Die weltweite Corona Pandemie war Auslöser, Reisen am 19. März in Deutschland nicht mehr opportun – und auch nicht nötig, wie wir gelernt haben. Inhalte wurden im virtuellen Raum ebenso brillant vorgetragen, man konnte sich im Auditorium auch setzen oder in Workshops gut diskutieren und Ergebnisse produzieren. Viele Fragen von Teilnehmern und angeregte Diskussionen zeigten, die Kommunikation funktioniert virtuell auch – wenn auch für einige verständlicherweise noch etwas sehr ungewohnt.

Die Digital Strategie

Wie sich ABP Induction von einem Anlagenbauer zu einem digitalen Service Provider gewandelt hat, erklärte Till Schreiter, President bei ABP Induction, in seinem Eröffnungsvortrag. Die ABP Digitalstrategie sieht so aus: Die digitalen Lösungen sind offen und der Kunde hat die Datenhoheit; sein Kundennutzen ist auch deutlich erkennbar. Dazu kommt, dass ein digitales Geschäftsmodell als eigenständig angesehen wird. Die digitale Transformation ist global. „Unser Verständnis ist, dass digitale Transformation nicht dazu dient, das bestehende Geschäftsmodell abzusichern, sondern es bedeutet, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln, das auf den Stärken von ABP aufbaut“, sagte Till Schreiter. Der Kern ist myABP als digitale Portallösung. Sie bildet als webbasierte Anwendung die Schnittstelle zu den Anlagen, den Zugang zu anderen digitalen ABP Lösungen, die Schnittstelle für Kunden zu ABP. „Das ist die Basis des digitalen Geschäftsmodells“, sagte Till Schreiter, der durchaus Gedankenspiele zuließ, dass ABP irgendwann keine Maschinen mehr herstellen könnte: „Entscheidend ist, zu erkennen, dass man zum Beispiel nicht mehr der klassische Maschinenbauer ist. Man muss loslassen, sonst fängt man nicht an.“ Der Nutzen sei der Erfolgsfaktor, den man im Blick haben müsse.

Die operative Umsetzung

Ganz praktisch sind sie dabei bei ABP vorgegangen, erklärte anschließend Markus Fournell, Vice President global Service & Digital Products (IoT) bei ABP Induction. Er zeigte die Ausgangslage an einem Bild auf: Hier ging es um die Kluft zwischen Kunde und Dienstleister, die es zu überwinden galt. „Die Digitalisierung ist die Brücke: Wir sind näher am Kunden durch ganz verschiedene Maßnahmen – und davon profitiert der Kunde.“ So sind jetzt alle relevanten Informationen vorhanden und synchronisiert, das ermöglicht eine bessere Kalkulation laufender Kosten, das wiederum führt zu einem schnelleren und besseren Service, und letztlich zu einer höheren Produktivität. „Ein wesentlicher Vorteil ist, dass wir die Daten nicht bei uns speichern, sondern beim Kunden – das hilft enorm bei der Akzeptanz digitaler Lösungen.“ Bei der Gestaltung der Plattform habe sich schnell gezeigt, dass ABP den richtigen Weg gegangen ist, das Projekt nicht allein, sondern mit Entwicklungspartnern anzugehen. Im Laufe der Entwicklungsphase begleiteten zudem vier langjährige ABP-Kunden die Arbeiten und konnten so wertvolle Praxis-Inputs liefern. „Hier haben wir festgestellt, dass die Herstellerneutralität und die Vielseitigkeit von myABP genau das ist, was der Markt offensichtlich benötigt. Es ist die Kombination aus M2M-Anbindung über die Cloud, Virtual Trainings, Augmented Reality-Unterstützung, Anlagenübersicht und zuverlässigem Service, den die Referenzkunden zu schätzen wussten. So lassen sich Predictive und Preventive Services anbieten.“

Die Road Map für Smarte Service-Verträge

Wie wichtig ein sorgsamer und abgestimmter Aufbau einer Digitalisierungsstrategie ist, zeigte Dr. Stefan Wittzack, Team Lead Smart Services bei der Sartorius Stedim Biotech GmbH, auf. Er zeigte eine Roadmap für Smarte Serviceverträge auf und verdeutlichte, welchen großen Spielraum Sartorius den Kunden bei der Wahl der Sicherheitsstufen lässt. Wittzack spricht von einer Roadmap, weil hier verschiedene Lösungs- und Supportwege aufgezeigt werden, angefangen von der Konnektivität über den Bereich Collect – also das Condition Monitoring -, hin zu Analyze bis zu Optimize, das in der Regel verschiedene Preditctive Maintenance-Szenarien enthält. Das Arbeitsumfeld, in dem sich Sartorius bewegt, ist natürlich ein ganz besonderer Faktor: „Es geht um pharmazeutische Themen, um wissenschaftliche Erkenntnisse, um wertvolle Betriebsgeheimnisse – alles will entsprechend abgesichert sein. Da dreht sich vieles um das Kern-Know-how der Kunden – dieser Verantwortung sind wir uns bewusst.“ Und das habe dazu geführt, dass Sartorius einen Schritt weiter gehen musste, als man das aus dem Industrie 4.0-Servicekontext kennt. „Selbstverständlich stecken wir in dem Dilemma, dass es die absolute Sicherheit nicht gibt, wir können aber gewährleisten, dass vom Kunden vorgegebene Bereiche IT-seitig besonders geschützt sind“, sagte er. Der Kunde habe darüber sogar die vollständige Kontrolle: Der Kunde könne über eine App Zugriff bekommen auf ein so genanntes Connectivity Center. „Der Kunde hat also die Wahl – und ist dennoch mit dieser nicht auf sich allein gestellt.“

Erfolgshebel: Kundenfokus und Einfachheit

Dass es dabei auch auf Einfachheit ankommt, erklärte Daniel Greitens, CEO bei MAXIMAGO, in seinem Vortrag mit dem Titel „Lean Product Shaping“. Er zeigte auf,, wie man mit sauberer Kausalkette Anforderungsfluten beherrschen kann. „Im Fokus steht der Mensch, und genau das haben viele einfach nicht im Fokus.“ Was sind die Märkte und USPs? Wertschöpfung und Prozesse hätte sicher noch jeder im Blick, aber was sind dann die Interessensgruppen und Nutzer von Lösungen? „Ab da wird’s spannend, vor allem, wenn man sich dann fragt, was glücklich macht.“ Nutzerfreundlichkeit, die auch Sicherheit zur Nutzung der Lösung vermitteln muss ist die große Herausforderung. „Man sollte sich da immer fragen: Wo wird was benötigt? Was sind die Anwendungsfälle und konkrete Ziele einer Lösung?“ Ist das alles ermittelt, gehe es erst um Funktionalität, Interaktion und Informationsdarstellung. „Das ergibt dann auch den klaren Kompass.“ Wer sich auf diesen Weg bewegen wollte, müsse viele Maßnahmen ergreifen. „Und das braucht Führungskompetenzen“.

Von der Unternehmensvision zum Geschäftsmodell für Smart Services

SKF hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um mit Smart Services neue Kunden zu erschließen und Bestandskunden mit neuen Leistungen zu begeistern. Rotating Equipment Performance (REP) heißt dabei ein Tool, und meint das Abrufen der maximalen Leistung einer Anlage zu minimierten Lebenszykluskosten. „Natürlich liefern wir weiterhin die bewährten Maschinen und Anlagen, aber wir sind auch darauf bedacht, Services zu liefern, die Leistungen unserer Anlagen beim Kunden optimieren und den gesamten Maschinenpark des Kunden dadurch effizienter werden lassen“, erklärte Dr. Bernd Bauer von der SKF GmbH in seinem Vortrag. SKF verfolgt einen sehr individuellen Ansatz, bei dem das Unternehmen den jeweiligen Kunden mit seinen Wünschen in den Mittelpunkt stellt. Um diese Bedürfnisse herum werden dann die entsprechenden Geschäftsmodelle entwickelt. Noch vor zwei Jahren habe er eine starke Zurückhaltung der Kunden gegenüber Cloud-Technologien gespürt – das sei heute vielfach kein Thema mehr. „Uns selbst hat überrascht, wie groß die Cloud-Akzeptanz heute ist. Der Fokus ist auch ein anderer: Die Klimadiskussion führt vermehrt dazu, dass sich unternehmen mit nachhaltigen Strategien auseinandersetzen. Es geht nicht mehr nur um den materiellen Wert, sondern um eine Reduktion des Verbrauchs und ganz plakativ um weniger CO2-Emissionen.“

… und die Learnings 2?

Halt, stopp, da war ja noch was: Eigentlich war die Spectaris-Tagung für Dortmund lokalisiert – Corona hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie gut, dass sowieso geplant war, Teile der Sessions im virtuellen Raum stattfinden zu lassen. So konnten wir komplett auf den ABP Virtual Classroom ausweichen – was uns natürlich einige Learnings auf der Meta-Ebene gebracht hat.

„Virtueller Classroom“ – wie ist es und was ist anders, das Besondere?

  1. Der Umgang mit dem Virtuellen will gelernt sein. In einigen Wochen oder Monaten mag das obsolet sein, aktuell empfiehlt sich aber neben der eigentlichen Veranstaltung auch eine Schulung im Umgang mit virtuellen oder digitalen Lernumgebungen. Die Nutzung ist nicht so trivial, wie es sich anhört.
  2. Auch im virtuellen Raum darf das Menschliche nicht zu kurz kommen. Pausen sind Pausen – allerdings im virtuellen Rahmen. Das heißt auch, dass die Pausen dort verbracht werden sollten – für das sonst so gefragte Networking, das Miteinander, den Austausch. Idealerweise setzt man eine Aufwärm- und Kennenlernphase vor das eigentliche Meeting – das schafft Vertrauen in die Umgebung, in die Teilnehmer – und öffnet mental für die Zusammenarbeit im Laufe der Session.
  3. In den Raum gehören Gimmicks, von der virtuellen Kaffeemaschine bis zum Vogelgezwitscher von draußen. Vertrautheit und Wohlfühlmomente sind gefragt – auch sie schaffen einen Mehrwert in der uns noch fremden Umgebung.
  4. Wer moderiert, sollte den virtuellen Raum kennen wie sonst den Seminar- oder Vortragsraum. Wir checken vor einem Event auch Beamer, Akustik, Licht und Atmosphäre – es empfiehlt sich, auch den virtuellen Raum zu beherrschen, damit man in der Session selbst frei ist für die inhaltliche Gestaltung.
  5. Es braucht auch Mut, das Neue zu wollen und es für sich zu gestalten – nur wer den ersten Schritt macht wird lernen, wie sich der zweite und dritte Schritt anfühlt… und kommt dann langsam wieder in seiner Komfortzone an!

Wer Nachfragen hat

  • die APB Induction gibt gern weitere Informationen und auch
  • die ISS lädt Sie gern in die ISS VAC ein, die Virtual Academy der ISS Business School.

Servitization – ein neues Geschäftsmodell setzt sich durch

Bizerba
2019

“Servitization“ steht bei immer mehr Unternehmen im Blickpunkt. Sie entdecken damit ein Geschäftsmodell, das den Kunden in den Mittelpunkt stellt, „Silos“ in Unternehmen überwindet sowie Co-Operation und Co-Creation als Denk– und Handlungsmaxime nutzt. Der Spectaris Wissensraum fand 2019 bei Bizerba in Balingen statt. Das Unternehmen zeigte den Teilnehmern, wie Digitalisierung im Mittelstand praktiziert wird. Auch andere Unternehmen denken neu, praktizieren „Servitization“. Zum Beispiel HiperScan; das Unternehmen setzt darauf, dass Kunden nicht das Produkt, sondern die Leistung und den Service brauchen. Atlas Copco zeigte die heutige und zukünftige Bedeutung von „Data Driven Services“ auf und wie sie entwickelt und vermarktet werden.

Produkt und Services ergeben in Kombination Servitization

Robert Keller, Vice President Service International bei Bizerba

Er brachte das Veranstaltungsthema Servitization auf eine ganz einfache Formel: Produkt und Services ergeben in Kombination Servitization. Keller sieht auf lange Sicht in diesem Prinzip ein hohes Potenzial in Sachen Ertrag. Bei Bizerba werden verschiedene Bereiche kombiniert und als Lösung angeboten; Das eigentliche Gerät ist in Verbindung mit Installation, Reparaturen, Kalibrierung, Service oder Finanzdienstleistungen verfügbar. Es geht nicht mehr um den reinen Produktverkauf, sondern um eine ganzheitliche Lösung, zugeschnitten auf die Bedürfnisse des Kunden. Bizerba hat diese Leistungen in Flat Rates zusammengefasst: Aus den Kosten für Komponenten Hardware, Software, Wartung und Leasing ergibt sich eine monatliche Rate. ‚Pay per use‘ heißt das Zauberwort, von dem der Kunde profitieren kann: Durch die angepasste Nutzung und Zahlung kann der Kunde durchgehend in der Gewinnzone bleiben. Bei Bizerba münden die digitalen Services im Portal „MyBizerba“.

Die neuen Pakete sind Werkzeuge des Vertriebs. Dieser verkauft keine Produkte mehr, sondern muss je Produkt einen Dienstleistungskombinationsanteil einplanen. Für dieses Umdenken werden bei Bizerba laufend Verkäufer und Vertriebsmitarbeiter geschult. Die Paketlösung soll Priorität gegenüber der Einzellösung haben. Ziele neben den Vorteilen für den Kunden sind eine höhere Kundenbindung für Bizerba, bessere Gesamtmargen, mehr Effizienz durch eine einheitliche Ausrichtung von Bizerba als Dienstleister sowie eine Abgrenzung zum Wettbewerb.

Gerätekauf? Leasing, Miete & Pay per Use!

Dr. Alexander Wolter, HiperScan GmbH

Ein Produkt stand am Anfang der Entwicklung der Technologie-Ausgründung des Fraunhofer IPMS. HiperScan entwickelte unter anderem das Nahinfrarot-Spektrometer Apo-Ident. Mit dem Analysesystem sollen Apotheken ihre Rezepturausgangsstoffe schneller, kostengünstiger und sicherer prüfen als auf dem herkömmlichen Weg. Die Pflichtaufgabe soll mit Apo-Ident im Handumdrehen mit nur einem Knopfdruck erledigt werden. Die ursprüngliche Idee war, das Gerät zu entwickeln, das diese Analyse günstiger und einfacher macht. Dazu wurden aber verschiedene Services entwickelt, wie eben die Substanz-Datenbank, ein Telefon-Support und ein Compliance-Support. Das Konzept des reinen Geräteverkaufs wurde ebenfalls weiterentwickelt und um Alternativen ergänzt, wie dem Leasing, einer Miete oder dem Pay per Use.

Daten alleine sind nicht das Allheilmittel

Stephan Boch, Business Manager Data Driven Services bei Atlas Copco IAS GmbH

Atlas Copco ist ein international führender Anbieter von industriellen Produktivitätslösungen. Data Driven Services stellte der Experte als einen Kreislauf zwischen SaaS Produkten und Service Packages vor. Mit den Softwarelösungen könnten Daten gesammelt, visualisiert und analysiert werden. Darauf bauen verschiedene Service Packages auf, die eine Interpretation und Evaluation der gesammelten Daten erlauben. Damit lassen sich Prozesse im Unternehmen überprüfen und verbessern, worauf kreislaufartig wiederum die Software-Lösungen aufbauen. Wer auf Data Driven Services setzt, der müsse sich über die Unternehmensziele im Klaren sein. Wichtig sei, an welcher Stelle in der IT sich der Dienstleister einbinden kann, welche Daten zur Verfügung stehen und wer im Unternehmen mit den Daten arbeitet.

In Unternehmen fehlen strukturierte Daten

Stefan-Maria Creutz, Vice President Digital Transformation bei Bizerba

Bei Bizerba arbeitet ein Digitalteam zusammen, das zu 50 Prozent aus Teammitgliedern besteht, das im Unternehmen verwurzelt ist, um den Kontakt zum Unternehmen zu halten und eine Strategie zu entwickeln. Heute habe Bizerba mehr Software- als Hardwareentwickler, dennoch werde das Geschäft immer noch über die Hardware gemacht. Das liege auch daran, dass es im Vertrieb noch ein Umdenken geben müsse – darauf hatte auch Robert Keller in seiner Einführung hingewiesen. Der Vertrieb müsse Software verkaufen, weil er damit einen Prozess anstoße, weg vom Image des Hardware-Herstellers. Früher habe Software die Hardware veredelt, jetzt bekomme die Software ein eigenes Leben.

Digitale Vernetzung mit Kunden und Partnern

RATIONAL AG
2018

Digitalisierung ist DAS Schlagwort, wenn es darum geht, den (eigenen) Service fit zu machen für die Zukunft. Doch wie digitalisiere ich meine Serviceprozesse? Wie funktioniert Digitalisierung in der Praxis?

Die Servicetagung für Spectaris Mitglieder und ISS Kunden bei der Rational AG zeigte digitale Best Practices, bei denen digital vernetzt neue Lösungen realisiert wurden, die einfacher und bequemer, wirtschaftlicher und viel schneller sind – für Kunden, Partner und das Unternehmen selbst.

RATIONAL – Im Fokus steht der Kundennutzen

Hans-Werner Albrecht, Geschäftsführer Rational Technical Service GmbH

Den Auftakt machte er zum Thema Digitalisierung im Rational-Servicenetzwerk, in deren Mittelpunkt die ConnectedCooking-Plattform steht. Durch die Digitalisierung generiert Rational einen neuen Nutzen für Kunden und Partner. Dafür wurde im März 2017 die neue Plattform Connected Cooking gestartet, um die Bedienbarkeit der Rational-Produkte zu erhöhen. „Mit der Plattform erhalten unsere Kunden einen Zugang zu ihren installierten Geräten über die Cloud. Geöffnet wird die Plattform ebenso für Einzelanwender wie für große Ketten“, erklärte Hans-Werner Albrecht.

Plattform ConnectedCooking bei RATIONAL

Annika Junghanns, Produktmanagerin Serviceprodukte Rational AG

Sie zeigte mit einer Live-Demo, wie die vernetzte Plattform Connected Cooking der Rational AG funktioniert. Sie demonstrierte die Vorzüge der Rational-Eigenentwicklung, unter anderem, wie man als Nutzer mit der Lösung Garprogramme verwalten, auf Rezeptbibliotheken zugreifen, kostenfreie Updates nutzen und HACCP-Dokumentationen abrufen kann. Praktisch: Die Teilnehmer konnten Fragen zum System stellen, die Annika Junghanns gleich anhand der Live-Demo anschaulich beantworten konnte.


Servicenetzwerke, ein professionelles Partnermanagement!

Partner helfen, die eigenen Leistungen zu komplettieren und für Kunden attraktiver zu werden. Partner helfen auch die eigene Reichweite auszubauen – Kunden dort zu unterstützen, wo eigene Mitarbeiter nur schwer hinkommen. Wie geht das am Besten?

Das Thema der Service-Tagung bei RATIONAL steht ab 23. Oktober auch im Praxisseminar der ISS im Fokus. Dort entwickeln wir Lösungsansätze für Ihre Praxis. Machen Sie mit – wir freuen uns auf Sie. Nennen Sie uns gern Ihre speziellen Fragen – schreiben Sie uns; wir können gern auch zum Thema telefonieren.

 


 


Mit Service Business Partnern mehr erreichen? Aktuelle Partnermodelle rollen die Märkte auf, Airbnb, FlixBus, Uber und speziell in Deutschland und im Handwerk Thermondo – schon gehört?

Passen ähnliche Modelle auf mein Unternehmen? Ist mein Businessmodell noch zeitgemäß? Brauche ich ein partner-/netzwerkbasiertes Businessmodell?

  • Wie kann ich solch ein Businessmodell entwickeln?
  • Wie sehen die Partner aus?
  • Wo finde ich sie?
  • Wie entwickle ich sie?

Erabeiten Sie Ihr zukünftiges Partner-Modell im Praxisseminar der ISS.


 

Digitales Bettenmanagement im Krankenhaus

Andreas Held, Leiter Bereich After Sales Stiegelmeyer GmbH & Co. KG

Er stellte eine ausgeklügelte digitale Lösung für medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser vor: das digitale Bettenmanagement. „Digitalisierung bedeutet für uns die ständige Erneuerung unserer Geschäftsprozesse und Produkte um Informationen elektronisch zu erfassen, IT-systemgestützt zu vernetzen und gezielt zur Verfügung zu stellen.

Wearable Computing

Jörg Jonas-Kops, CEO nxtbase technologies

Er ist als Pionier der Wearables-Bewegung zu bezeichnen. 2013, mit dem Aufkommen der ersten Google Smart Glasses, beschäftigte er sich mit digitalen Lösungen für Wearables. Er zeigte auf der Service-Tagung mit Praxisbeispielen, wie digitalisierte Services Mehrwert für Kunden erzielen und Ertragspotenziale ausschöpfen. Es geht schneller, bequemer und preiswerter – es muss nur die passende Lösung sein. „Dazu haben wir bei nxtbase verschiedene digitale Services für Datenbrillen und andere digitale Tools entwickelt“, erklärte Jörg Jonas-Kops.

Die Bedeutung von IoT-Cloud Plattformen

Prof. Dr. J.-Uwe Meyer, UniTransferKlinik (UTK)

Er hat unter anderem die Aufgabe, Gründer und mittelständische Unternehmen in der Nutzung von IoT-Cloud Plattformen zu trainieren. Er stellte bei Spectaris ausführlich Smart Services 4.0-Lösungen und die Grundlage erfolgreicher digitaler Geschäftsmodelle vor. Prof. Meyer ist mit seiner Softwarefirma MT2IT vor allem auch in der Beratung und Implementierung von IoT-Cloud Plattformen aktiv. In seinem Vortrag betonte er, dass es nur mit kollaborativen Geschäftsmodellen eine Industrie-Mobilisierung geben könne. Ohne standardisierte Referenz-Architekturen und Test-Plattformen gebe es keine Mobilisierung von kleinen und mittleren Unternehmen. Prof. Meyer ist sehr aktiv im BMBF-Innovationsforum Krankenhaus 4.0, das er in der Folge näher vorstellte und das eng mit der UniTransferKlinik Lübeck verbunden ist.

So geht Digitalisierung!

Arvato
2017

Gastgeber war Arvato – ein Dienstleister, der sich stetig neu erfindet, Kundenwünsche aufgreift, neue Technologien gezielt nutzt, digitale Prozesse intern geschaffen hat, um sich ganz auf Kunden und ihre Prozesse konzentrieren zu können. Wie? Arvato zeigte auf, welches die wichtigen DNA-Gene sind für eine solche Unternehmensentwicklung.

Carl Zeiss und PerkinElmer zeigten, wie sie mit digitalisierten Services Mehrwert für Kunden erzielen und Ertragspotenziale ausschöpfen, wie sie weitere Dienstleistungen für Ihre Kunden schaffen, die schneller, bequemer und preiswerter sind. Toshiba informierte schließlich zu Erfolgsfaktoren der Digitalisierung und gab Einblick in Lösungswege.

Ergänzend zeigte Arvato verschiedene digitale Geschäftsmodelle, die mit Kunden realisiert werden.

Digitalisierung – Bedrohung oder Wachstumschance für Dienstleister?

Dr. Thorsten Winkelmann, Geschäftsführer Arvato Healthcare

  • Our „Legacy“ – Our „Heritage“
  • Digitaltrends in Vertrieb, Marketing und Logistik
  • Arvato Strategie und Digital Cases

Lesen Sie hier das Vorab-Interview.

Von der digitalen Strategie zur Kundenlösung

Jens Brajer, Vice President Learning and Digital Infrastructure Carl Zeiss AG

  • Die digitale Strategie als Auftrag
  • Datenbasiertes Arbeiten verändert die Arbeitswelt
  • Digitales Kundentraining schafft Mehrwert für alle Partner

Lesen Sie hier das Vorab-Interview.

Digitale Dienstleistungen für die Effizienzsteigerung im Labor

Dr. Helmuth Broda, Professional Services Leader Europe PerkinElmer

  • Digitalisierung bei den Dienstleistungen
  • Dienstleistungen für digitale Güter
  • Ziel: Smarte Anwendungen zur Steigerung der Servicequalität

Lesen Sie hier das Vorab-Interview.

Digitalisierung schafft neue Geschäftsmodelle

Andreas Olpeter, Vice President Sales and Business Development Arvato Healthcare

  • Medizintechnik Online or „Little Amazon“ – Blutzuckermessung per Mausklick
  • Bessere Kundenbindung schaffen durch innovative Homecare Lösungen
  • Jalife – 360 ° Gesundheitsplattform – digitale Services für Patienten

Digitalisierung – was sind die Erfolgsfaktoren?

Wolfgang Theisen, Director Technical Services Toshiba TEC Germany

 

Service Excellence – mehr als die gute Ausführung einer Dienstleistung

Philips GmbH Market DACH
2016

Wir haben eindrucksvoll erfahren, wie im Konzern und in mittelständischen Unternehmen der Service-Gedanke schon heute zu den Top-Business-Treibern zählt. Besonders intensiv war dann die Diskussion in den Workshops – worauf kommt es im Service an, was ist wichtig, wie kann es bei mir gehen?

Service Excellence erleben

Alexander Rostkowski, Mitarbeiter MiniaturWunderland

Was Service Excellence in der Praxis bedeutet, erlebten die Tagungsgäste eindrucksvoll schon am Vorabend der Veranstaltung beim Get-together im Miniaturwunderland, eine der Top-Touristenattraktionen Deutschlands. Die Leidenschaft des Teams, die Detailgenauigkeit der Miniaturländer und die große Nähe zu den Kunden bilden das Erfolgsrezept dieses einzigartigen Unternehmens, das allein im Jahr 2015 rund 1.250.000 Millionen Besucher aus aller Herren Länder im Hamburger Hafen begeistert hat. Ausgangspunkt dieser Erfolgsgeschichte ist die Überzeugung der Geschäftsführung, den Service am Kunden in das Zentrum ihrer Arbeit zu stellen, ein Gedanke, der sich auch zu 100 Prozent auf die Mitarbeiter des Miniaturwunderlands überträgt.

Service Excellence im Mittelstand

André Schulte, Geschäftsführer WEINMANN Emergency Medical Technology GmbH & Co. KG

Welche Entwicklungschancen Service Excellence auch für den Mittelstand bietet, erlebten die Gäste aus erster Hand von dem SPECTARIS Mitglied WEINMANN Emergency Medical Technology. WEINMANN Emergency Medical Technology, ein international tätiger Anbieter für Lösungen im Bereich Notfall-Transport und Katastrophenmedizin, hat mit seinem Service-getriebenen Business-Modell erfolgreich eine Nische besetzt. Paketlösungen umfassen neben den medizinischen Produkten zur Beatmung, Defibrilation oder Absaugung gezielte Service-Leistungen, die weit über den Lebenszyklus der Produkte hinausgehen. Auch die Auswahl der Mitarbeiter, die in Sachen Kommunikation und Technik gleichermaßen fit sein müssen, treibt Service Excellence im Unternehmen. Die Installation eines klaren Wertesystems ist dafür die Basis – „Der Chef ist die Lokomotive!“ so wie es auch im Miniatur Wunderland praktiziert wird.

Service Excellence – Erfahrungen bei Schuler

Dr. Martin Habert, Geschäftsführer Division Hydraulik Schuler Pressen GmbH

Für Schuler Pressen ist die Umsetzung des Service-Gedankens gleichwohl hoch relevant, aber auch besonders herausfordernd. Denn das Technologieunternehmen, auf dessen Pressen sämtliche weltweit im Umlauf befindlichen Münzen hergestellt, aber auch Teile von PKWs oder Konserven gestanzt werden, liefert hochkomplexe, mit Hightech ausgestattete Anlagen an Kunden. In diesen Prozess sind zahlreiche Zulieferer involviert. Hier gilt es, ein Service-Konzept zu entwickeln, das für alle Prozessbeteiligten auf internationaler Ebene funktioniert und zugleich mögliche Kundenanwendungen integriert.

Themen und Gastgeber

seit 2007

  • Servitization - ein neues Geschäftsmodell setzt sich durch – Bizerba (2019)
  • Digitale Vernetzung mit Kunden und Partnern –  Rational AG (2018)
  • So geht Digitalisierung! – Arvato (2017)
  • Service Excellence – mehr als die gute Ausführung einer Dienstleistung – Philips GmbH Market DACH  (2016)
  • Erfolg mit neuen Geschäftsmodellen – Dienstleistungen im Fokus – Testo industrial services (2015)
  • Services erfolgreich entwickeln und vermarkten – SEW EURODRIVE (2014)
  • Expansion mit Partnern – flexibel agieren in einem volatilen Umfeld – HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) (2013)
  • Business Transformation – Airbus Eurocopter (2012)
  • Change Management im Service Business – von der Idee zur Realisierung – DHL Innovation Center (2011)
  • Mehr erreichen mit weniger – auch der Service hat diesen Spagat als Aufgabe – BSH (Bosch Siemens Hausgeräte) (2010)
  • Vom Produkt zum Kundenservice – Prozessintegration schafft Werte – ZDF (2009)
  • Erfolgreich im Service Business mit internen und externen Partnern – BMW (2008)
  • Marktposition ausbauen, mit neuen Dienstleistungen und intelligenter Service Sales Organisation – Lufthansa Technik (2007)

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